“HÖHER ALS GELD: LEMMER LEHNT KAISERSLAUTERN AB UND BLEIBT BEI DEM KÄMPFENDEN DRESDEN”
Rechtsaußen weist doppelten Gehaltsvorschlag ab und verpflichtet sich langfristig trotz Abstiegskampf der Dresdner in der 2. Bundesliga
Der Star-Rechtsaußen des SG Dynamo Dresden, Jakob Lemmer, hat ein lukratives Angebot des 1. FC Kaiserslautern abgelehnt, das sein aktuelles Einkommen verdoppelt hätte. Stattdessen unterzeichnete er eine langfristige “Supermax”-Vertragsverlängerung bei seinem Heimatverein, der derzeit gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga kämpft.
Der 26-Jährige, der eine zentrale Rolle bei der Wiederaufstiegsqualifikation Dresdens für die Saison 2025/26 spielte, war von Kaiserslautern intensiv angepeilt worden – der Verein aus der Pfalz liegt aktuell sechster in der Tabelle und strebt einen Platz in der Bundesliga an. Das Angebot des Klub war ein Dreijahresvertrag im Wert von 2,8 Millionen Euro pro Jahr – das Doppelte von Lemmers bisherigem Gehalt bei Dresden.
Trotz der schwierigen Saison seines Teams – Dresden liegt mit 22 Punkten nach 23 Spielen auf Platz 17 – war Lemmer eine konstante offensive Stärke und erzielte in der Saison 2025/2026 mehrere Tore. Zuvor führte er das Team bereits zur Meisterschaft im Sachsenpokal (Regionalpokal Sachsen) in der Saison 2023/2024 und ist seit seinem Durchbruch in der ersten Mannschaft vor fünf Jahren Stammspieler.
„Ich war bei diesem Verein beim Aufstieg und stehe jetzt auch in diesen schweren Zeiten an seiner Seite – das ist für mich Treue“, sagte Lemmer bei der Vertragsunterzeichnung am Montag im Rudolf-Harbig-Stadion. „Die Fans haben uns unterstützt, als wir uns den Aufstieg erkämpft haben. Ich werde sie nicht im Stich lassen, jetzt wo wir vor Herausforderungen stehen. Wir haben die Qualität, um die Situation zu wenden – und ich möchte hier sein, um diesen Kampf anzuführen.“
Die vierjährige Vertragsverlängerung bis 2030 macht Lemmer zum bestverdienenden Spieler in der jüngeren Geschichte des Vereins. Sie enthält leistungsabhängige Bonuszahlungen, die an den Klassenerhalt und zukünftige Aufstiegsziele gebunden sind, sowie eine einzigartige Klausel, die es ihm ermöglicht, sich am Nachwuchsförderprogramm des Vereins zu beteiligen.
Sportdirektor Markus Weber lobte die Entscheidung: „Im heutigen Fußball wechseln Spieler oft schon bei ersten Schwierigkeiten oder höhem Gehalt ab. Jakobs Engagement zeigt, dass er an unsere Vision glaubt – auch wenn die Ergebnisse nicht so laufen, wie wir es wollen. Das ist ein klares Zeichen dafür, wohin wir diesen Verein führen wollen.“
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