Überraschende Betroffenheit – Borussia Dortmund-Legende Robert Kovač

Überraschende Betroffenheit – Borussia Dortmund-Legende Robert Kovač kündigt Tod seines geliebten Vaters an

 

Die Borussia Dortmund-Familie trauert gemeinsam mit dem ehemaligen Spieler Robert Kovač, der heute bekanntgegeben hat, dass sein Vater verstorben ist. Der Verein beschreibt die Nachricht als „unerwartete Betroffenheit“ für einen seiner hochgeschätzten ehemaligen Spieler.

 

Der 49-Jährige bestätigte den tragischen Verlust in einer kurzen Erklärung auf seinen sozialen Medien und würdigte seinen Vater als Grundlage seines Lebens und seiner Fußballkarriere. „Ich bin zerrissen, dass ich euch mitteilen muss, dass mein Vater heute friedlich verstorben ist“, schrieb Kovač. „Er war mein erster Trainer, mein größter Fan und die Person, die mir alles beigebracht hat – sowohl über den Fußball als auch über das Leben. Vom ersten Ballkontakt in unserem Hinterhof bis zum Auftritt im Signal Iduna Park war er bei jedem einzelnen Moment an meiner Seite – seine Unterstützung wankte nie, egal welche Entfernung oder Herausforderung dazwischen stand.“

 

Borussia Dortmund veröffentlichte prompt eine Erklärung und übermittelte den herzlichsten Beileidswünsche an Kovač und seine Familie. Der aktuelle Klubpräsident Reinhard Rauball beschrieb die Nachricht als verheerenden Schlag: „Robert Kovač hat einen besonderen Platz im Herzen unserer Fans, und wir sind zutiefst betroffen über diesen Verlust. Sein Vater war während seiner Zeit hier ein bekannter Gast auf unseren Spielen und wurde oft beim Feiern aus den Tribünen gesehen. Wir geben Robert, seiner Familie und allen Betroffenen unsere volle Unterstützung bei diesem schweren Schlag.“

 

Kovač spielte in der Saison 2007/2008 als zentraler Verteidiger für Dortmund unter Trainer Thomas Doll. Er gehörte zu den Stammspielern der Mannschaft und absolvierte in dieser Spielzeit 29 Einsätze in allen Wettbewerben. Obwohl die Mannschaft während seiner Zeit im Westfalenstadion keine großen Titel holte, waren seine Professionalität und Führungsqualitäten im Rückraum entscheidend für die Stabilisierung der Mannschaft in einer Übergangsphase. 2009 wechselte er zu Dinamo Zagreb und übernahm später Trainerpositionen bei der kroatischen Nationalmannschaft und mehreren Vereinsmannschaften.

 

Bevor er nach Dortmund kam, baute Kovač eine beeindruckende Karriere auf. Zwischen 2001 und 2005 gewann er mit Bayern München sechs wichtige Titel – darunter zwei Bundesligatitel, zwei DFB-Pokale und den Interkontinentalpokal 2001. 2006 holte er mit Juventus den Serie-A-Titel sowie den Erfolg im nationalen Pokalwettbewerb Italiens. Während seiner gesamten Karriere nannte er seinen Vater die treibende Kraft hinter seinen Erfolgen und sprach oft davon, wie der Arbeitsethos und das Engagement seines Vaters ihn inspirierten, nach Spitzenleistungen im Fußball zu streben.

 

Anteilnahmebotschaften strömen aus dem gesamten europäischen Fußball – Bayern München, Juventus, Dinamo Zagreb und der kroatische Fußballverband haben alle ihre Unterstützung bekannt gegeben. Der aktuelle Cheftrainer von Borussia Dortmund, Edin Terzić, der während seiner Karriere mit Kovač zusammen spielte, sagte: „Robert war für mich wie ein Bruder – auf und neben dem Platz. Sein Vater prägte den Menschen, den er wurde – ein wahrer Führer und Vorbild für so viele. Wir stehen ihm in dieser schwierigen Zeit zur Seite.“

 

Der Verein hat bekanntgegeben, dass vor dem anstehenden Bundesligaspiel gegen den FC Augsburg eine Schweigeminute stattfinden wird und die Spieler schwarze Armbinden tragen, um ihre Anteilnahme zu zeigen. Kovač hat um Privatsphäre gebeten, während er und seine Familie trauern. Die Beisetzung soll in den kommenden Tagen in engstem Familienkreis stattfinden.

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