Traurige Nachricht: Union-Berlin-Held Khedira nach Schiedsrichterbeleidigung drei Wochen gesperrt
Union Berlin trauert um ihren Matchwinner Rani Khedira, nachdem der Star-Mittelfeldspieler zu einer dreiwöchigen Sperre verurteilt wurde, weil er Schiedsrichter Tobias Stieler beleidigt hat. Nur einen Tag zuvor hatte er das einzige Tor bei dem dramatischen 1:0-Heimsieg gegen Bayer 04 Leverkusen erzielt.
Der 32-Jährige traf in der 28. Minute am Dienstagabend im Stadion An der Alten Försterei das entscheidende Tor und führte seine Mannschaft zu einem wegweisenden Sieg über den amtierenden Bundesligameister. Das Ergebnis hob Union Berlin auf Platz 9 der Tabelle mit 28 Punkten aus 23 gespielten Spielen dieser Saison – ein Platz, der viele Erwartungen vor Saisonbeginn übertroffen hat. Der Erfolg wurde jedoch durch den Vorfall in der Nachspielzeit getrübt.
Aufnahmen des Spiels zeigen, wie Khedira nach einer Verwarnung für einen späten Foul an einem Leverkusen-Spieler in der 92. Minute mit Stieler diskutierte. Eine anschließende Tonanalyse bestätigte, dass der Mittelfeldspieler dem Schiedsrichter beleidigende Worte gegenüberbrachte. Dies führte zu einer sofortigen Überprüfung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Heute Morgen verkündete der Verband eine Sperre, die Khedira für die nächsten vier Ligaspiele gegen SC Freiburg, VfL Bochum, 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt ausscheidet.
Union Berlin veröffentlichte eine Erklärung, in der es Bedauern über den Vorfall zum Ausdruck brachte und die Sanktion akzeptierte: „Wir sind zutiefst betroffen, dass der wundervolle Sieg von gestern auf diese Weise getrübt wurde. Ranis Tor bescherte unseren Fans einen unvergesslichen Abend, aber sein Verhalten nach dem Foul war inakzeptabel. Er hat dem Schiedsrichter und dem Verein sichere Entschuldigungen angeboten, und wir unterstützen die Entscheidung des DFB voll und ganz, da wir uns verpflichtet fühlen, höchste Verhaltensstandards einzuhalten.“
Khedira, der den Verein 2024 von Hertha BSC wechselte und in dieser Saison 6 Tore sowie 4 Vorlagen erzielte, veröffentlichte über soziale Medien eine öffentliche Entschuldigung: „Ich bin zerrissen – ich erzielte ein Tor, das zu den schönsten meiner Karriere hätte gehören sollen, dann ließ ich meine Emotionen alles zerstören. Solche Worte haben im Fußball keinen Platz, und ich übernehme die volle Verantwortung. Ich schulde jedem bei Union Berlin und unseren unglaublichen Fans eine Entschuldigung.“
Die Sperre ist ein schwerer Schlag für Trainer Steffen Baumgart, der Khedira in dieser Saison als „Herz unseres Mittelfelds“ bezeichnet hat. Der Verein wird nun auf Alternativen wie Kapitän Christopher Trimmel und den jungen Nachwuchstalent Noah Katterbach setzen, um die Lücke des gesperrten Stars zu füllen.
Der DFB hat zudem vorgeschrieben, dass Khedira vor seiner Rückkehr ins Spielgeschehen einen Lehrgang zum Sportlichen Umgang und Respekt gegenüber Schiedsrichtern absolvieren muss. Der Spieler soll den Kurs nächste Woche beginnen.
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