“„Aber sag das nicht Harry“ – Vincent Kompany enthüllt das Geheimnis hinter Kanes transformierter Rolle beim FC Bayern München
„Aber sag das nicht Harry“ – Vincent Kompany enthüllt das Geheimnis hinter Kanes transformierter Rolle beim FC Bayern München
Der Trainer des FC Bayern München, Vincent Kompany, hat die taktische Weiterentwicklung von Harry Kanes Rolle beim Verein enthüllt und verraten, wie seine eigenen Erfahrungen als Spieler gegen den Stürmer die Neudefinition seiner Position geprägt haben – eine Umstellung, die das volle Potenzial des englischen Kapitäns freigesetzt hat.
Kane erzielte am Samstag bei Bayerns 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt zwei Tore und erhöhte so seine Bilanz in dieser Bundesliga-Saison auf 28 Tore in 23 Spielen – damit hat er bereits seinen Wert aus dem Vorjahr übertroffen. Während seine Torjägerleistungen die Schlagzeilen dominieren, hat Kompany nun die strategische Änderung erklärt, durch die der 32-Jährige regelmäßig tiefer in das Mittelfeld zieht und Qualitäten als Spielmacher und in der Abwehr zeigt, die während seiner Zeit bei Tottenham Hotspur nur selten zum Tragen kamen.
Nach dem Spiel wurde Kompany von Sky Sports-Experten und ehemaligem SC-Freiburg-Trainer Christian Streich nach dem Konzept hinter Kanes neuer Rolle gefragt. „Ich versuche immer, die Taktik an die Stärken unserer Spieler anzupassen und nicht nur Spieler in ein System zu pressen“, sagte Kompany. „Harry ist unglaublich intelligent am Ball, und ich wusste, dass sein Spiel mehr zu bieten hat als nur das Abschlussfahren – aber ich erkannte dieses Potenzial erst, als ich ihn als Spieler gegen ihn anzutreten hatte.“
Der Belgier bezog sich auf seine Zeit als Verteidiger bei Manchester City, als er während Kanes Zeit bei Tottenham Hotspur häufig gegen ihn antrat: „Ich war früher Verteidiger und spielte oft gegen Harry – aber diese Qualitäten habe ich nie gesehen, weil er immer auf der höchsten Linie stand. Das war eigentlich ziemlich einfach zu verteidigen – aber sag das nicht Harry“, lachte Kompany.
Kompany erklärte, dass er Kane die Freiheit gegeben hat, über seine traditionelle Mittelstürmerposition hinauszugehen, gleichzeitig aber klare Vorgaben festgelegt hat: „Bei Ballbesitz sind es die Hälfte Training und die Hälfte Vertrauen, dass er die richtigen Entscheidungen trifft – er ist schlau genug, um das Spiel zu lesen. In der Abwehr hat er eine festgelegte Rolle, aber im Angriff kann er sich dort bewegen, wo er Platz sieht. Das Einzige, worauf ich bestehe, ist, dass er vor dem Tor steht, wenn wir eine Torschance haben. Wenn er dort ist, reicht mir das.“
Die taktische Anpassung hat sich bereits ausgezahlt – Kane führt nicht nur die Torjägerliste der Liga an, sondern zählt auch zu den Top 10 der Vorbereiter dieser Saison. Seine Fähigkeit, ins Mittelfeld zu driftenden, sorgt für Chaos in den Reihen gegnerischer Abwehrspieler, die seine Bewegung zwischen den Linien kaum verfolgen können.
Kompany kommentierte auch den angespannten Schlussteil gegen Frankfurt, in dem die Gäste zwei späte Tore erzielten und für einen nervösen Abschluss sorgten: „Wir waren nach dem Führungserfolg zu locker und haben zu viele Chancen verspielt. Wir haben ihnen einen Rückhalt geschenkt, aber am Ende holten wir die drei Punkte. Für das nächste Spiel müssen wir schärfer sein – das Duell gegen Borussia Dortmund steht an, und es gibt kaum ein größeres Spiel.“
Mit bereits 28 Toren auf dem Konto nähert sich Kane Robert Lewandowskis einjährigen Bundesliga-Rekord von 41 Toren. Wenn er seine aktuelle Bilanz von 1,22 Toren pro Spiel über die verbleibenden elf Spiele beibehält, könnte er mathematisch über 41 Tore erzielen – was ihn in die Lage versetzen würde, die Ligenhistorie neu zu schreiben.
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