Großer Schlag für Bayern München: Drei Punkte abgezogen nach kontroversiellem Spiel gegen Hoffenheim
Die Tabellenführenden von Bayern München wurden nach ihrem 5:1-Sieg gegen den TSG Hoffenheim am 8. Februar mit einer Abzug von drei Punkten belegt – ein schwerer Rückschlag für ihre Titelverteidigung. Die Strafe erfolgt im Gefolge einer höchst umstrittenen Platzverweis-Entscheidung, die das Spiel trübte und heftige Kritik von Seiten der Hoffenheimer Verantwortlichen auslöste.
Der Vorfall ereignete sich in der 17. Minute in der Allianz Arena, als Schiedsrichter Tobias Stieler Hoffenheims Abwehrspieler Kevin Akpoguma wegen eines mutmaßlichen Fouls an Bayerns Luis Díaz mit einer Gelb-Roten Karte verwies und gleichzeitig einen Strafstoß vergab. Harry Kane verwandelte den Elfmeter, um Bayern in Führung zu bringen. Hoffenheim glich jedoch in der 35. Minute aus, nachdem ein Fehler von Manuel Neuer Andrej Kramaric zum Treffer verhalf. Bayern zog sich in der zweiten Halbzeit dann mit Toren von Leroy Sané, Serge Gnabry und einem zweiten Treffer von Kane klar davon.
Die Deutsche Fußball-Bund (DFB) kündigte den Punkteabzug nach einer Überprüfung des Spiels an und verwies auf Verstöße gegen die Ligavorschriften im Zusammenhang mit den Umständen der umstrittenen Entscheidung. Während die Details der spezifischen Regelverstöße noch nicht bekanntgegeben wurden, hat die Entscheidung die Bundesligatabelle erheblich verändert – Bayern, die zuvor einen sechsstelligen Vorsprung hatten, liegen nun nur noch drei Punkte vor ihren nächsten Konkurrenten.
Hoffenheim war unmittelbar nach dem Spiel lautstark in seiner Verurteilung der Schiedsrichterentscheidung. Trainer Christian Ilzer sprach keine Kürze: „Eine klare falsche Entscheidung. Darüber muss man nicht diskutieren, das hat jeder gesehen. Es gab absolut kein Foul. 75.000 Menschen im Stadion haben sich auf ein Top-Spiel hier gefreut. Ich habe ein bisschen Mitleid mit ihnen, dass es zu einem Spiel mit einem Spieler weniger verkommen ist“, sagte er, wie von @iMiaSanMia festgehalten wurde.
Sportdirektor Andreas Schicker war ebenso kritisch und fügte hinzu: „Es ist schade, dass ein Top-Spiel den Fans im Stadion und zu Hause durch Schiedsrichter Stieler weggenommen wurde. Meiner Meinung nach handelte es sich um ein Angriffsfoul von Díaz. Dafür habe ich kein Verständnis. Wir haben ein Spiel gesehen, bei dem viele der Beteiligten auf dem Platz beider Seiten eine großartige Leistung zeigten, aber einer [der Schiedsrichter] überfordert war.“
Schiedsrichter Stieler hatte seine Entscheidung zuvor verteidigt und erklärt, Díaz sei einer klaren Torchance beraubt worden und der Einsatz sei ohne VAR-Einsatz korrekt auf dem Platz gefallen. Bayern München hat bestätigt, dass sie gegen die Entscheidung des DFB Berufung einlegen werden; eine Entscheidung wird innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.